Verliehen von der Sparda-Bank Hessen eG
in Kooperation mit dem DJV Hessen.

wort. schatz. hessen.

 

Hessischer Journalistenpreis 2017: Hörfunkjournalist Werner Reinke mit Ehrenpreis ausgezeichnet

Sparda-Bank Hessen und DJV Hessen prämieren beste Beiträge zum Thema „Stadt/Land in Hessen – Herausforderungen unter-schiedlicher Entwicklungen“ – FAZ-Redakteur Julian Staib auf Platz eins 

Frankfurt am Main (pm) – Hörfunkjournalist Werner Reinke hat den Ehrenpreis des Hessischen Journalistenpreises 2017 erhalten. „Wenn auf irgendjemanden die Bezeichnung ‚Radiolegende‘ zutrifft, dann ist es Werner Reinke. Eine äußerst aktive Legende. Mit diversen nationalen und internationalen Zwischenstationen gehört er doch zu den prägenden, fest im akustischen Gedächtnis von Millionen Hörerinnen und Hörern verankerten Moderatoren des Hessischen Rundfunks“, begründete die Jury die Auszeichnung Reinkes für sein bisheriges Lebenswerk. Mit der Ehrung werden Persönlichkeiten aus Hessen gewürdigt, die sich mit ihrer journalistischen Arbeit, aber auch weit darüber hinaus, Anerkennung und Beliebtheit erworben haben. Sie ist mit 3.000 Euro dotiert.

Der „Preis für das bisherige Lebenswerk“ ist nur eine von insgesamt sechs in diesem Jahr vergebenen Auszeichnungen des Hessischen Journalistenpreises. Bereits zum 12. Mal lobte die Sparda-Bank Hessen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Journalistenverband, Landesverband Hessen, den Journalistenwettbewerb aus. Rund 80 Gäste aus Medien, Politik und Gesellschaft fanden sich am Dienstagabend in der Zentrale der Genossenschaftsbank im Frankfurter Europaviertel ein, um die besten Beiträge zum diesjährigen Thema „Stadt/Land in Hessen – Herausforderungen unterschiedlicher Entwicklungen“ zu prämieren.

Allen voran überzeugte Julian Staib die Jury mit seiner Reportage „Die neue Stadt“ und ging damit als Sieger des diesjährigen Wettbewerbes hervor. Der für die Frankfurter Allgemeine Zeitung tätige Redakteur befasst sich darin „mit beeindruckender Informationsfülle und einem tiefen Verständnis für soziale Veränderungen mit den derzeitigen Entwicklungen im Frankfurter Stadtteil Gallus. Er schildert die teils dramatischen Brüche in den Lebensverhältnissen der Bewohner sensibel, sachkundig und zugleich humorvoll. Selten wurde Frankfurt im derzeitigen Umbruch so treffend mit kritischer Empathie beschrieben“, lobte das Gremium den Erstplatzierten.

Den zweiten Platz belegten in diesem Jahr die Journalisten Timo Lindemann, Dr. Martina Rathke und Sandra Trauner. Das Autorenteam der Deutschen Presse-Agentur wurde für seinen Beitrag „Stadt, Land, Fluss – Zwischen City-Sound und Blätterrauschen“ ausgezeichnet. In ihrer Reportage über die ganz unterschiedlichen Wohn- und Lebensverhältnisse dreier Familien in Frankfurt am Main, Heyerode im Werra-Meißner-Kreis und Greifswald gelingt es ihnen, den jeweiligen Mikrokosmos der Familien im Verhältnis von Stadt und Land auf prononcierte Weise darzustellen.

Rang drei erreichte Birgit Reuther vom Odenwälder Echo mit ihren Artikeln „Grün oder Grau“ und „Einsatz für ein lebendiges Dorf“. Am Beispiel eines geplanten Gewerbegebietes sondiert sie gründlich und kenntnisreich die Vor- und Nachteile, die divergierenden Interessen zwischen Erholungsqualität und Steuereinnahmen. Wie wichtig ein guter lokaler und regionaler Journalismus ist, zeigt ihr lebendiger Bericht über einen kleinen Dorfladen, der nach der Geschäftsaufgabe des Inhabers mit Hilfe der Dorfgemeinschaft von zwei Bewohnerinnen weitergeführt wird.

Ein Sonderpreis ging an den Gießener Anzeiger für seine Serie „Gießen – eine Stadt entwickelt sich!“. In „bislang wohl einmaliger Weise“ berichtete das Autorenteam ein Jahr lang in Interviews, Reportagen, Streitgesprächen, Hintergrundberichten, Expertenbefragungen und Archivrecherchen über die Lage und Pläne der Stadt Gießen. Über eine Belobigung freute sich Johannes Vetter von der Frankfurter Rundschau. Die Jury würdigte damit seine Serie „Auf Platte“, in der er als teilnehmender Beobachter die Lage von Obdachlosen in Frankfurt am Main an unterschiedlichen Plätzen miterlebt und in Sozialreportagen ohne die geringste Spur von Voyeurismus oder kurzzeitigem Mitleid schildert. Der Hessische Journalistenpreis 2017 war mit insgesamt 10.500 Euro dotiert.


Weitere Informationen:

Der Stifter des Preises:
Die Sparda-Bank Hessen eG ist eine regional verwurzelte Genossenschaftsbank mit einer langen Tradition und Geschichte in Hessen. Mit dem Hessischen Journalistenpreis würdigt sie die Arbeit von Journalisten, die sich in besonderer Weise um die Identität Hessens verdient gemacht haben.

Kompetent besetzte und erfahrene Jury:
Zur fünfköpfigen Jury gehören Knud Zilian (Vorsitzender des Deutschen Journalistenverbandes, Landesverband Hessen), Ulrich Kienzle (Journalist und ZDF-Moderator), Hilmar Börsing (Chefredakteur des Wiesbadener Kuriers a.D.) und Peter Hoffmann (Direktor Unternehmenskommunikation der Sparda-Bank Hessen) sowie der Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Heiner Boehncke, Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Frankfurt.

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