Verliehen von der Sparda-Bank Hessen eG
in Kooperation mit dem DJV Hessen.

wort. schatz. hessen.

 
  • 2016: Integration von Flüchtlingen in Hessen +

    Die Preisträger des Wettbewerbs 2016:
    „Integration von Flüchtlingen in Hessen“.

    1. Preis

    „Waels Bilder“

    Frankfurter Rundschau, 30./31. Juli 2016

    Anne Lemhöfer: In einer markanten Chronik zeichnet Anne Lemhöfer das Schicksal eines aus Aleppo stammenden syrischen Flüchtlings zwischen Juli 2012 und Juli 2016 nach. Der gerade als Bauingenieur examinierte Wael flieht nach der Bombardierung seiner Heimatstadt in den Libanon. Im Februar 2015 kommt er nach Frankfurt, lebt zunächst in einer Flüchtlingsunterkunft, dann bei einer Gastfamilie. Ende Juli 2016 bekommt er einen Praktikumsplatz bei der Taunussparkasse.

    Der Autorin gelingt das Kunststück, Wael, der die schreckliche Wirklichkeit des syrischen Krieges als Opfer erlebte, in elf meisterhaft verfassten Miniaturen als Individuum zu beschreiben. Dabei kommen glückliche Momente ebenso zur Sprache wie die Schrecken von Krieg, Flucht und Einsamkeit. Erwähnenswert sind auch die sprechenden Fotos, die von Wael A. stammen. Der Artikel von Anne Lehmhöfer überzeugte die Jury mit seiner herausragenden Qualität in besonderer Weise und erhält dafür verdient den Hessischen Journalistenpreis 2016.

    2. Preis

    „Flucht nach vorn“

    Frankfurter Allgemeine Woche, Ausgabe 18/2016

    Johannes Pennekamp: Der Autor zeigt in seinem Porträt einer afrikanischen Gruppe junger Rennradfahrer, wie das Leben des minderjährigen Flüchtlings Habu Belom aus Eritrea in Hessen Fahrt aufnimmt. Der Text spielt dabei souverän mit Überraschungen: In der Heimat von Habu Belom ist Rennradfahren ein Nationalsport. Ein Trainer, der ebenfalls aus Eritrea stammt, hat das Team „AfriQa“ gegründet. Gemeinsam mit anderen jungen afrikanischen Flüchtlingen fährt Habu durch Deutschland – aus Liebe zum Sport und auch, um Dankbarkeit für die neue Heimat zu demonstrieren. Die Flüchtlinge begegnen in der außergewöhnlichen Sportreportage als Experten ihrer heiklen Existenz als Flüchtlinge. Die traurige und äußerst beschwerliche Flucht aus der eritreischen Militärdiktatur wird nicht ausgeblendet. Das Leben in Deutschland aber erweist sich als Ausweg voller Hoffnungen und Initiativen.

    3. Preis

    „Warum Rudi Witzig gegen Flüchtlinge ist“

    hessenschau.de, 2. Mai 2016

    Andreas Bauer: Als journalistischer Projektleiter hat Andreas Bauer die Multimedia-Reportage „Praxistest Integration – Flüchtlinge in Neu-Isenburg“ auf hessenschau.de maßgeblich mitentwickelt. In diesem Zusammenhang entstand der Beitrag „Warum Rudi Witzig gegen Flüchtlinge ist“. In aller Kürze und Prägnanz schildert Andreas Bauer, wie scheinbar festgefahrene Einstellungen mit Einfühlungsvermögen und Geschick aufzubrechen sind – zumindest im Fall von Rudi Witzig. Der Bericht über die Lockerung von Vorurteilen ist zugespitzt und witzig formuliert. Der Journalist selbst agiert als Eisbrecher eingefrorener Meinungen und Urteile, indem er seinen Interviewpartner mit dessen Einstellungen und Widersprüchen anhört und ernst nimmt. Diese Variante eines behutsam „eingreifenden Journalismus“ hat die Jury des Hessischen Journalistenpreises erfreut und überzeugt.

    Belobigung

    „Praxistest Integration –
    Flüchtlinge in Neu-Isenburg“

    hessenschau.de, Projektstart April 2016

    Projektgruppe aus Redakteuren von hessenschau.de und hr-iNFO: Weit entfernt von Klischees und eingefahrenen Perspektiven werden die Schwierigkeiten und Hindernisse der Integration ebenso beschrieben wie Erfolge und originelle Formen von Flüchtlingsarbeit. Die Aufbereitung der Inhalte überzeugt durch mediale Vielfalt und ein ausgewogenes Verhältnis plakativer Motive, sensibler Momentaufnahmen und sprachlicher Prägnanz. Mit der Belobigung für ihre kluge und engagierte Arbeit verbindet sich der Wunsch, dass die Redakteure der Projektgruppe auch in Zukunft Zeichen setzen für publizistische Arbeit, die durch eingehende Analyse, klare Meinung und hohen Informationsgehalt der gesellschaftlichen Verantwortung des Journalismus Rechnung trägt.

    Belobigung

    „Hier in Wiesbaden –
    unsere Stadt leicht erklärt“

    Ausgabe 01/2016

    Team der Tageszeitungen Wiesbadener Kurier und Wiesbadener Tagblatt: Zweimal im Jahr erleichtert die „Hier in Wiesbaden“ mit immer neuen Themen vor allem Flüchtlingen und Asylbewerbern das Einleben in der Stadt. Sympathisch, einfach und alltags­praktisch greift sie die Themen auf, die ausländische Mitbürger bewegen. Sie präsentiert zugleich die Stadt Wiesbaden, die Identität Hessens und die deutsche Kultur in einer Weise, die anspricht und erreicht. In Inhalt und Aufmachung ist die Informationszeitung damit beispielgebend für engagierte Integration von Flüchtlingen in Hessen – und ihr Redaktionsteam ein Vorbild für verantwortungsvollen Journalismus.

    Ehrenpreis für das bisherige Lebenswerk

    Werner D’Inka ist seit 2005 im Herausgeber-Gremium der FAZ und hat regelmäßig Lehraufträge im Medien-Studiengang der Universität Siegen.

    Werner D’Inka

    Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

     

     

    Werner D’Inka ist ein glänzender Journalist, der alle Facetten seines Handwerks meisterhaft beherrscht. Zugleich versteht er es seit Jahrzehnten wie kaum ein Zweiter, Meinungsstärke mit Besonnenheit zu verbinden. Für seine Verdienste erhält Werner D’Inka 2016 den Ehrenpreis des Hessischen Journalistenpreises.

    Als für die Rhein-Main-Zeitung der FAZ verantwortlicher Herausgeber setzt er seit vielen Jahren Maßstäbe für das öffentliche Klima und die Gesprächskultur des an Widersprüchen nicht armen Rhein-Main-Gebiets. In klug geführten Gesprächen, als souveräner Moderator, mit präzise formulierten Kommentaren gehört Werner D’Inka zu den wichtigsten Stimmen der Region, die über den Frankfurter Horizont weit hinausreichen. Vor allem ihm ist die hohe Qualität des Journalismus in seinem Verantwortungsbereich zu verdanken. In diesem Sinne kommt dem Zusatz „bisherig“ bei der Auszeichnung seines Lebenswerkes besondere Bedeutung zu. Denn mit dem Ehrenpreis verbindet sich der Wunsch, dass Werner D’Inka noch lange zur Stärkung der Identität Hessens und zur Förderung journalistischer Brillanz in Sprache, Stil und Form beiträgt.

    Journalismus heißt, unablässig nachzuforschen, nachzuhaken, nachzufragen, Fakten zu sammeln und sie vor allem zu prüfen: auf ihre Herkunft, ihren Realitätsgehalt, auf ihre Plausibilität und Verlässlichkeit. Und das Tag für Tag. Nachricht für Nachricht. Denn erst die Kontinuität schafft Qualität.

    Werner D’Inka

  • 2015: Flüchtlinge in Hessen +

    Die Preisträger des Wettbewerbs 2015:
    „Flüchtlinge in Hessen“

    1. Preis

    „Wutbürgerlich“

    Handelsblatt, 07.05.2015

    Donata Riedel, Benjamin Wagener, Simon Book (nicht im Bild): Den Gewinnern des Hessischen Journalistenpreises 2015 gelingt es, eine wenig beachtete Facette des Flüchtlingsthemas pointiert und informativ zu vermitteln. Eine ausführliche Recherche bildet die Basis dieses auch sprachlich überaus gelungenen Beitrags. Die Autoren zeigen, dass sich mit einer guten Idee und einer geistreichen Umsetzung Themen auch dann hervorragend darstellen lassen, wenn sie in vielen Medien scheinbar erschöpfend behandelt wurden.

    2. Preis

    „Asylheim statt Studenten-Apartments?“

    Magazin move36, Ausgabe Mai 2015

    Mariana Friedrich: Komplexe Themen anschaulich zu vermitteln und junge Leser für Qualitätsjournalismus und das Lesen von Printmedien zu begeistern, ist eine hohe Kunst. Mariana Friedrich gelingt mit ihrem Beitrag im Magazin move36 – zusammen mit den Gestaltern der drei Doppelseiten – genau dies. Zahlreiche Fakten und Stellungnahmen werden zu einem lesenswerten Ganzen zusammengefügt, das den Menschen stets im Blick behält.

    3. Preis

    „Rechtlich in der Grauzone: Unbegleitete Flüchtlingskinder in Deutschland“

    Hörfunkbeitrag auf hr-INFO, 1.12.2014

    Ursula Mayer: Der Radiojournalistin gelingt es in ihrem Hörfunkbeitrag, vor allem durch die klug gewählten O-Töne, die Hörer an das sensible Thema heranzuführen. Die emotionale Seite wird in herausragender Weise mit Informationen und Fakten so angereichert, dass eine Einordnung bestmöglich stattfinden kann. Den Spagat zwischen nachvollziehbarer Nähe und professioneller Distanz, die ein solches Sujet erfordert, meistert sie mit Bravour.

    Sonderpreis

    „Weihnachten auf der Flucht“

    Wiesbadener Kurier, Weihnachtsausgabe 2014

    Gemeinschaftsarbeit der Redakteure und Volontäre des Wiesbadener Kuriers: Mutig und vorausschauend war die Entscheidung der Chefredaktion des Wiesbadener Kuriers, die Weihnachtsausgabe dem Thema Flucht und Vertreibung in all seinen Facetten zu widmen. Das Resultat ist die so informative wie berührende Ausgabe einer regionalen Tageszeitung, in der Volontäre und Redakteure gemeinsam an einem übergreifenden Thema gearbeitet haben. Der Sonderpreis gebührt allen Beteiligten für die Idee, die journalistische Umsetzung und nicht zuletzt die überaus gelungene Gestaltung.

    Belobigung

    „In was für einer Gegend wohnst du denn?“

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.09.2014

    Mona Jaeger: Auf hohem sprachlichen Niveau erzählt die Autorin, wie sich die öffentliche Meinung in Bad Soden über ein geplantes Flüchtlingsheim gewandelt hat. Detailliert werden die Entwicklungen im Denken und Handeln der Menschen vor Ort geschildert, und der Leser kann nachvollziehen, welche Dynamik in einer Kommune entstehen kann, wenn sich Veränderungen in der Stadtstruktur ergeben.

    Ehrenpreis für das bisherige Lebenswerk

    Werner Holzer 1964 – zu dieser Zeit ist er Chef vom Dienst bei der Frankfurter Rundschau. (Foto: Meistert, Frankfurter Rundschau)

    Werner Holzer

    Journalist, Publizist und 1973–1991 Chefredakteur der Frankfurter Rundschau

    Werner Holzer ist eine Koryphäe des hessischen und bundesweiten Journalismus. In seiner Zeit als Chefredakteur der Frankfurter Rundschau zwischen 1973 und 1991 hat er die bewegenden Ereignisse zwischen RAF-Terror und Wiedervereinigung als Journalist begleitet und die Geschicke einer der großen meinungsbildenden Tageszeitungen in Deutschland gelenkt.

    Seine Karriere begann Werner Holzer beim Mannheimer Morgen, bevor er in München bei der Süddeutschen Zeitung und der Abendzeitung tätig wurde und 1953 zur Frankfurter Rundschau wechselte. Hier entfaltete sich sein ganzer Pioniergeist: 1964 wurde er freier Korrespondent. Die Berichterstattung aus der Dritten Welt und den USA blieb auch in seiner Zeit als Chefredakteur ein Schwerpunkt seiner journalistischen Arbeit und machte Werner Holzer über die FR hinaus zu einem hochkompetenten und gefragten Gesprächspartner. Sein mehrfach ausgezeichnetes Werk als Autor und Essayist zeugt von seinem außenpolitischen Sachverstand. Auch als Moderator von TV-Formaten konnte er reüssieren.

    Für seine Verdienste erhält Werner Holzer den Ehrenpreis des Hessischen Journalistenpreises – weil er seit Jahrzehnten wie kaum ein Zweiter für herausragenden Qualitätsjournalismus bürgt und vor diesem Hintergrund dem publizistischen Nachwuchs ein wegweisendes Vorbild ist.

  • 2014: „Politik-Labor – Schwarz-Grün in Hessen“ +

    Die Preisträger 2014:
    „Politik-Labor – Schwarz-Grün in Hessen“

    1. Preis

    „Politik-Labor: Schwarz-Grün in Hessen“

    Berichterstattung in Frankfurter Rundschau, 2013

    Pitt von Bebenburg: Der Gewinner des Hessischen Journalistenpreises 2014 zeichnet sich seit vielen Jahren durch seine kompetente wie kritische Berichterstattung zur hessischen Landespolitik aus und gilt als ausgewiesener Kenner des politischen Geschehens in Wiesbaden. Sein analytischer Ansatz prägte zahlreiche Beiträge rund um die Landtagswahl in Hessen ebenso wie seine Berichte und Kommentare zur schwarz-grünen Koalition. Ergebnis ist ein spannendes Gesamtwerk, das Leser und politische Protagonisten in herausragender Weise zusammenführt.

    2. Preis

    „Neun Wochen Schach“

    Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 24.11.2013

    Thomas Gutschker und Philip Eppelsheim (Bild): Die Redakteure kombinieren in ihrem Beitrag gekonnt eine große Informationsmenge mit einer innovativen Form der journalistischen Darstellung. Sie beschreiben die Chronologie der Ereignisse hin zur Bildung der schwarz-grünen Koalition wie den Ablauf eines Schachspiels. Dabei werden die einzelnen Züge kompetent dargestellt und schlüssig in einen Zusammenhang gebracht.

    3. Preis

    „Hessische Verhältnisse“

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.12.2013

    Thomas Holl: Ein guter Kommentar überzeugt durch eine klare Meinung des Autors, die dieser bestmöglich ausführt und begründet. So leistet er einen wichtigen Beitrag dazu, dass sich auch Laien eine objektive Meinung bilden und in das politische Geschehen einbringen können. Thomas Holl gelingt es in seinem Kommentar auf vorbildliche Weise, die Regierungsbildung in Hessen einzuordnen und dem Leser dadurch ein besonderes Hintergrundwissen zu liefern.

    Sonderpreis

    „Politik-Labor: Schwarz-Grün in Hessen“

    Hörfunkbeiträge im Hessischen Rundfunk

    Ariane Focke: Ebenso unterhaltsam wie informativ ist die Serie an Hörfunkbeiträgen, die Ariane Focke im Zusammenhang mit der Regierungsbildung in Hessen produziert hat. Durch ihre fundiert recherchierte Berichterstattung und die verständliche Präsentation unterschiedlicher Positionen beweist die Landtagskorrespondentin, dass auch das sogenannte Nebenbei-Medium Radio seine Hörer mit politischen Themen fesseln kann.

    Ehrenpreis für das bisherige Lebenswerk

    Holger Weinert mit dem Halbbruder von Bundeskanzler Gerhard Schröder, Lothar Vosseler (l.), der als Kanalarbeiter tätig ist.

    Holger Weinert

    hr-Moderator, Reporter und Autor

    Seit über 25 Jahren gehört Holger Weinert zu den prägenden Journalisten in der hessischen Medienlandschaft. Als Moderator der hessenschau und Protagonist in weiteren Sendungen des Hessischen Rundfunks ist er bei einer großen Zahl von Fernsehzuschauern beliebt und hat sich einen herausragenden Ruf als Journalist mit Herz, Sachverstand und Leidenschaft erworben.

    Vor allem als Moderator bekannt, beherrscht Holger Weinert die verschiedenen journalistische TV-Formate. Neben kurzen Beiträgen stellt er seine Exzellenz vor allem in einfühlsamen Reportagen und Porträts sowie Langformaten und Dokumentarfilmen unter Beweis. Durch seine große Empathie gelingt es ihm im besten Sinne, dass seine Gesprächspartner sich öffnen und ihm ihre Geschichte erzählen.

    Eine tolle Anerkennung für sehr viel Arbeit und teilweise nervenaufreibende Jobs. Denn auch eine Reportage kann bis zur letzten Minute ihrer Fertigstellung jede Menge Herzrasen machen.

    Holger Weinert

    Auch über seine Arbeit hinaus hat Holger Weinert einen ganz besonderen Draht zu Menschen und zum Menschlichen. Hervorzuheben ist sein unermüdlicher Einsatz für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung sowie seine langjährige Unterstützung der AIDS-Hilfe. Auch dieses gesellschaftliche und soziale Engagement macht Holger Weiner zu einem großen Vorbild – nicht nur für Journalistinnen und Journalisten, sondern für alle Hessen.

  • 2013: „Hessen und die Energiewende“ +

    2013: „Hessen und die Energiewende

    1. Preis

    Die Energiewende findet bisher vor allem anderswo statt

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.07.2013

    Manfred Köhler: Manfred Köhler gelingt es in herausragender Weise, die komplexen Zusammenhänge rund um die Energiewende verständlich zu vermitteln. Möglichkeiten und Grenzen werden erläutert, aktuelle Maßnahmen und Ziele kritisch hinterfragt. In seinem sorgfältig recherchierten Bericht spannt der Preisträger immer wieder den Bogen von einer Gesamtübersicht des Themas auf die regionale Ebene. Nach der Lektüre ist der Leser über alle relevanten Entwicklungen informiert und erhält so eine Hilfestellung für seine Meinungsbildung. Das ist unabhängiger Journalismus im besten Sinne.

    2. Preis

    Selbst ist das Dorf

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.07.2012

    Claus-Peter Müller: Claus-Peter Müller richtet den Fokus auf die 5.000-Seelen-Gemeinde Alheim im Fuldatal. In seinem ermutigenden Bericht arbeitet er den vorbildlichen Umgang der Kommune mit der Energiewende heraus und rückt dabei nah an die Menschen vor Ort heran. Durch seine sensible Wahrnehmung werden deren Persönlichkeiten unmittelbar für den Leser erlebbar. Es entsteht das sympathische Bild eines Dorfes und seiner Bewohner, die sich im Hier und Jetzt für eine Vision einsetzen – mit Leidenschaft, die auch den Journalisten Claus-Peter Müller auszeichnet.

    3. Preis

    Die am Windrad drehen

    Frankfurter Rundschau, 28.06.2013

    Anne Lemhöfer: Ein Vorteil der Energiewende, der seltener thematisiert wird: Sie schafft neue Berufsfelder. Diesen Aspekt beleuchtet Anne Lemhöfer in ihrem Artikel in anschaulicher Weise. Sie zeichnet das differenzierte Porträt einer Studentin, das weit über eine Personenbeschreibung hinausgeht. Auf unterhaltsame Weise integriert sie dabei die gesellschaftlichen Veränderungen der vergangenen 40 Jahre. Die gelungene Kombination von Information und persönlichem Blickwinkel gibt der Arbeit einen Mehrwert, von dem auch der Leser profitiert.

    Sonderpreis

    Energiewende im Landkreis Gießen

    Gießener Allgemeine Zeitung, 18.08.2012

    Matthias Luft: Die Energiewende ist ein globales wie nationales und auch lokal relevantes Thema. Auf einer Doppelseite bietet Matthias Luft ein breites Spektrum an Informationen rund um die Entwicklungen und Entscheidungen vor Ort an. Dabei variiert er gekonnt verschiedene Darstellungsformen. So gewinnen auch Laien fundierte Grundkenntnisse und erfahren eindrücklich, wie nachhaltig der Umstieg auf erneuerbare Energien ihr Leben verändern wird.

    Ehrenpreis für das bisherige Lebenswerk

    Jutta W. Thomasius

    Journalistin

    Frau Jutta W. Thomasius ist aus der Medienlandschaft von Frankfurt am Main nicht wegzudenken. Über Jahrzehnte hinweg hat sie das gesellschaftliche Leben der Stadt intensiv begleitet und sich einen herausragenden Ruf als Journalistin mit Herz, Sachverstand und Leidenschaft erworben.



    Zahllose Artikel tragen ihr Kürzel „jwt“ – die allerersten in der „Neuen Zeitung“, welche die US-Amerikaner nach dem Krieg in Frankfurt am Main gegründet hatten. Nach Stationen beim „Frauen-Journal“ und der „Offenbacher Abendpost“ fand sie ihre berufliche Heimat bei der „Frankfurter Neuen Presse“, die sie als „beste Botschafterin unserer Zeitung“ würdigte. Neben Interviews mit Persönlichkeiten wie dem späteren Papst Johannes Paul II., Schauspielerin Shirley MacLaine oder Boxlegende Muhammad Ali wurde Jutta W. Thomasius vor allem durch ihre Aufklärungsarbeit bei berühmten Kriminalfällen wie der Schneider-Affäre bekannt. 



    Unermüdlichen Einsatz und viel Herzblut zeigt sie seit 1952 auch bei ihrem Engagement für die Leberecht-Stiftung. Dadurch ist sie nicht nur ein großes Vorbild für Journalistinnen und Journalisten, sondern für alle Hessen.

  • 2012: „Fußball-Land Hessen“ +

    2012: „Fußball-Land Hessen“

    1. Preis

    „Im Bus den Bayern hinterher“ und „Humba, Humba in Marseille“

    Weilburger Tageblatt / Nassauer Tageblatt, 29./30.03.2012

    Thorsten Gütling: Das Leben von Fußballfans lässt sich nur schwer verstehen, wenn man nicht selbst Teil der Szene ist. Dank der hautnahen Berichterstattung von Thorsten Gütling nimmt der Leser intensiv teil an den Emotionen, die die Mitglieder eines Fanclubs bei einem wichtigen Match ihres Vereins durchleben. Mit seiner klaren Sprache und seiner sensiblen Wahrnehmung gelingt es dem Preisträger auf eindrucksvolle Weise, ein umfassendes Bild der Stimmung vor Ort zu vermitteln und beim Leser Sympathie für die treuen Fans zu erzeugen.

    2. Preis

    Rote Karte für die Gewalt

    Wiesbadener Kurier / Wiesbadener Tagblatt, 01.11.2011

    Olaf Streubig: Gewalt im Amateur- und Jugendfußball ist kein schönes Thema – gehört inzwischen aber leider zum Alltag. Olaf Streubig setzt die Problematik auf herausragende Art auf die Agenda. In seinem couragierten Beitrag erfährt der Leser, wie sich ehrenamtliche Schiedsrichter Woche für Woche den Anfeindungen der Spieler und Zuschauer ausgesetzt sehen. Mit offenen Worten analysiert der Autor die Situation und beweist damit, dass Medienberichterstattung auf regionaler Ebene präventiven Charakter annehmen und gesellschaftliche Relevanz erzielen kann.

    3. Preis

    Wo Middlehessian und die Elfmeterbeinküste aufeinandertreffen

    Oberhessische Presse, 28.05.2011

    Stefan Weisbrod: Fußballleben findet in Hessen nicht nur in den Vereinen statt. Zahlreiche Hobby- und Betriebsmannschaften treten bei Freundschaftsspielen und Turnieren regelmäßig gegeneinander an. Welche Bedeutung die „Bunte Liga“ in Marburg für die begeisterten Hobbykicker hat, schildert Stefan Weisbrod sensibel und anschaulich. Die präzise Wahrnehmung des Autors zeichnet seinen Bericht aus – und macht auf unterhaltsame Weise erfahrbar, dass Fußball ein Breitensport ist, der auch über das Vereinsleben hinaus einen wichtigen Stellenwert in der Gesellschaft hat.

    Sonderpreis

    Pokalschlager Kassel gegen Offenbach: der große Vergleich der Städte

    Hessische/Niedersächsische Allgemeine

    Florian Hagemann und Marcus Janz (Foto): Auf außergewöhnliche Weise nähern sich die Autoren der großen Faszination, die die Derbys hessischer Traditionsclubs seit jeher ausüben – besonders wenn dabei nord- und südhessische Vereine wie der KSV Hessen Kassel und Kickers Offenbach aufeinandertreffen. Auf ihrer Themenseite stellen Florian Hagemann und Marcus Janz die Heimatstädte der Fußball­vereine in all ihren Facetten gegenüber – und leisten mit dieser innovativen und intelligenten Aufbereitung ihren persönlichen Beitrag zur Verständigung der Regionen und der Menschen in Hessen.

    Preis Fotografie

    Teenage-Torjubel

    Weilburger Tageblatt, 12.04.2012

    André Bethke: Mit einem herausragenden Blick fürs Wesentliche fängt André Bethke die Emotionen ein, die Sport bei allen Beteiligten weckt – insbesondere Fußball. Schon in den Kinder- und Jugendklassen durchleben zahlreiche junge Hessen regelmäßig ein Wechselbad der Gefühle: Sie vergießen Tränen. Oder jubeln unbändig bei erfolgreichen Aktionen, Toren und gewonnenen Spielen. Dem Preisträger gelingt es, die Kraft dieser Gefühle unverstellt festzuhalten – und damit die Stärke des Mediums Fotografie wirkungsvoll in Szene zu setzen.

    Ehrenpreis für das bisherige Lebenswerk

    Dieter Kürten

    Fernsehjournalist und Sportreporter

    Bis heute ist Dieter Kürten Mr. Sportstudio – und mit seiner Fachkompetenz und respektvollen Art ein Vorbild für alle Journalisten. Hoch angesehen ist der Wahl-Wiesbadener auch wegen seines sozialen Engagements.

    Als Reporter und Moderator des Aktuellen Sport­studios im ZDF hat Dieter Kürten den Sportjournalismus im Fernsehen über Jahrzehnte geprägt. Insgesamt moderierte „Mr. Sportstudio“, wie er genannt wird, die Sendung 375 Mal. Unvergessen bleibt auch seine Kommentierung von Großereignissen wie dem Halbfinale der Fußball-Weltmeister­schaft 1990 zwischen Deutschland und England.

    In seiner journalistischen Arbeit hat Dieter Kürten die Fahnen der Qualität und der Seriosität stets hochgehalten. Generationen von Fernsehzuschauern und Spitzensportlern schätzen ihn für seine Fachkompe­tenz, seine Lockerheit – und den respektvollen Umgang mit seinen Gesprächspartnern.

    Sein Anspruch, so zu handeln, wie man selbst behandelt werden möchte, zeigt sich auch in seinem sozialen Engagement. Der bekennende Christ ist Schirmherr der Kampagne „Der zweite Atem – Leben mit Lungenkrebs“, Botschafter für die Kindernothilfe und organi­siert mit der Spendengala „Ihnen leuchtet ein Licht“ seit 25 Jahren eine der wichtigsten Benefizveranstaltungen in Hessen.

  • 2011: „Bildungsland Hessen“ +

    2011: „Bildungsland Hessen“

    1. Preis

    Jedes Schuljahr kann das letzte sein

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.05.2011

    Mona Jaeger: Einfühlsam schildert die Autorin die Situation an einer der letzten Hauptschulen Frankfurts. In präzisen Analysen und reflektierten Schlussfolgerungen geht sie den Fragen auf den Grund, wie die Schulform in den Konflikt gesellschaftlicher Anforderungen geraten ist, und warum sie in der Folge mit einem schlechten Image zu kämpfen hat. Jaeger findet klare Antworten und beweist zugleich große Sensibilität in der Beschreibung der Menschen, die das Leben an der Schule gestalten.

    2. Preis

    Frau Herbert, du, guck mal

    Frankfurter Rundschau, 17.02.2011

    Gaby Buschlinger: Auf den amüsanten Titel lässt die Autorin einen fundiert geschilderten und intelligent verdichteten Tagesablauf an einer Wiesbadener Grundschule folgen. Buschlinger skizziert ein Bild des Lehrerberufs, das so nicht bekannt ist und zum Überdenken von Vorurteilen anregt. Ihr genauer Blick auf die Details und die zwischenmenschlichen Aspekte hinterlassen beim Leser keinen Zweifel: Der Alltag an einer Grundschule hat viele Facetten und die Anforderungen an Pädagogen sind hoch.

    3. Preis

    Eine Klasse, alle Klassen

    MENSCHEN, das magazin, Ausgabe 3/2011

    Eva Keller: Eine Gesamtschule in einem Frankfurter Problembezirk muss sich nicht mit einem schlechten Image abfinden. Wie die Zusammenarbeit von Eltern, Lehrern und Schülern die Wende bringen kann, dokumentiert Eva Keller eindrucksvoll in ihrem Beitrag über die Carlo-Mierendorff-Schule. Der Autorin gelingt es, das Potenzial einer Schule darzustellen, in der unterschiedliche Milieus zusammenkommen, und macht damit auch anderen Schulen Mut für Veränderungen.

    Sonderpreis Serie

    Schulbesuch

    zwölf Folgen erschienen in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2011

    Matthias Trautsch: Die Schullandschaft in einer Region wie dem Rhein-Main-Gebiet ist vielfältig und in ihrem Facettenreichtum für den Einzelnen kaum zu überschauen. Dem Korrespondenten-Team der Rhein-Main-Zeitung ist es unter der Anleitung und Betreuung durch Matthias Trautsch gelungen, diese Vielfalt auf regionaler und lokaler Ebene erfahrbar zu machen. Ihre Serie dokumentiert eindringlich, dass Bildung nicht nur in Form von Bildungspolitik ihren Platz in den Medien haben soll und darf.

    Preis Fotografie

    Kinder-Uni

    Dokumentation an der Goethe-Universität Frankfurt, 2011

    Uwe Dettmar: Stimmungsvoll und sensibel hält Uwe Dettmar in klar komponierten Bildern die ersten Berührungen und Erfahrungen der Schüler mit der Welt der Wissenschaft fest. Ihre besondere Wirkkraft gewinnen die Motive, indem es dem Preisträger gelingt, nicht nur das Ereignis, sondern auch die feinen Zwischentöne einzufangen. Die Gesichter zeigen unverstellt, was in den Köpfen der Kinder vor sich geht, und lassen erkennen: Wenn kindliche Neugier durch das richtige Lernangebot geweckt wird, dann entstehen wunderbare Momente unmittelbarer Freude und äußerster Konzentration.

    Ehrenpreis für das bisherige Lebenswerk

    Helmut Markwort

    Journalist und Medienmanager

    Seit über 50 Jahren prägt und bereichert Helmut Markwort als Journalist, Chefredakteur, Geschäftsführer, Herausgeber und Manager wie kaum ein zweiter die deutsche Medienlandschaft.

    Mit dem Focus gelang ihm die Etablierung eines Magazinkonzepts, das auch die europäische Branche nachhaltig verändert hat. Die neue Kombination aus Grafik-, Bild- und Textelementen realisierte seinen Anspruch, nicht nur fair, kompetent und facettenreich zu informieren, sondern auch eine dem digitalen Medienzeitalter angemessene Nachrichtenform leserorientiert zu präsentieren. Innovativ, international und doch stets nah am Menschen – dieser Haltung ist der bekennende Hesse auch persönlich stets treu geblieben. Beispielsweise in seinen eindrucksvollen Auftritten als Dummbach im „Datterich“ von Ernst Elias Niebergall, dem Darmstädter Bühnenstück schlechthin.

  • 2010: „Kulturland Hessen“ +

    2010: „Kulturland Hessen“

    1. Preis

    Die Intimität im Kollektiv der Blechbüchsen

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2010

    Alex Westhoff: Der Autor nimmt das 50-jährige Jubiläum des legendären Autokinos Gravenbruch zum Anlass, die Faszination dieser einst so populären Kultureinrichtung sensibel und intelligent auf den Punkt zu bringen. Durch seine präzise Wahrnehmung sowie eine bildreiche und klare Sprache inszeniert er das „größte Fenster nach Hollywood“ in einer Form, die den Leser umfassend informiert und zugleich ein wenig Wehmut über das allmähliche Verschwinden des Autokinos hinterlässt.

    2. Preis

    Im Chor verschmelzen Individuen – Es klingt nur zusammen

    dpa-Basisdienst, 21.07.2009

    Friedemann Kohler: In seinem Beitrag über die Wiesbadener Bergkirchen-Kantorei erweist sich der Autor als herausragender Kulturjournalist. Mit einem selten gewordenen Maß an Fachwissen, großer Geduld und reflektierter Sympathie erörtert er auch für den musikalischen Laien anschaulich und verständlich, auf welchen Fähigkeiten, Techniken und Kommunikationsformen der Erfolg eines Chores beruht.

    3. Preis

    Streiflichter aus 100 Jahren Jugendstiltheater Bad Nauheim

    Wetterauer Zeitung, 03.04. – 08.05.2010

    Annette Hausmanns: Auf Grundlage einer außergewöhnlich fundierten Recherche und mit herausragendem Fachwissen erzählt die Autorin die 100-jährige Geschichte des Theaters. Ergänzt durch historische Abbildungen und sprechende Dokumente gelingt es ihr auf unterhaltsame Weise, Einwohner und Interessierte umfassend auf das Jubiläum eines kulturellen Juwels vorzubereiten. Ein besonderes Lob gilt in diesem Rahmen auch der Redaktion, die Raum für eine derart gelungene Serie gegeben hat.

    Preis Fotografie

    Eine virtuelle Reise durch das alte Kassel vor der Zerstörung am 22. Oktober 1943

    Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 2009

    Hannah Cosse und Jan Baetz: Den Autoren gelingt eine stimmige Balance zwischen Fotografie und Wort: Fotografien des unzerstörten Kassels werden mit Bildern nach dem verheerenden Bombenangriff vergleichend präsentiert und durch sachliche Informationen und persönliche Erinnerungen noch lebender Zeitzeugen ergänzt. Indem das Projekt die Leserschaft in Recherche und Realisation mit einbezog, konnte die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte als lebendige Heimatkunde betrieben werden.

    Belobigung

    Die Schularbeiter

    Focus-Schule, August 2009

    Anne Kathrin Reiter: Für ihren Beitrag „Die Schularbeiter“, erschienen in Focus-Schule im August 2009, erhält Anne Kathrin Reiter großes Lob und die Anerkennung der Jury des Hessischen Journalistenpreises 2010. Mit der Belobigung verbindet sich der Wunsch, dass Frau Reiter ihr journalistisches Engagement auch künftig auf die Geschehnisse und Menschen in Hessen richtet und den Facettenreichtum des Landes einer breiten Öffentlichkeit näherbringt.

    Belobigung

    Friede den Hütten! Krieg den Palästen!

    GEO Epoche Online, Juni 2009

    Dr. Christine Knust: Ein Medizinstudent verfasst im Frühjahr 1834 das wohl schärfste Pamphlet des Vormärz: In seiner Flugschrift „Der Hessische Landbote“ prangert Georg Büchner die Verschwendungssucht der Reichen und Mächtigen an – und ruft die arme Landbevölkerung zum Umsturz auf... – Für ihren Beitrag „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“, erschienen in Focus-Schule im August 2009, erhält Anne Kathrin Reiter großes Lob und die Anerkennung der Jury des Hessischen Journalistenpreises 2010.

    Belobigung

    Grimmelshausen-Beiträge

    Gelnhäuser Neue Zeitung, 2009

    Esther Ruppert-Lämmer (Foto), Ruth Woelke und Dr. Helmut Weidemann: Für ihren Beitrag „Grimmelshäuser-Beiträge“ erhalten die Autoren großes Lob und die Anerkennung der Jury des Hessischen Journalistenpreises 2010. Mit der Belobigung verbindet sich der Wunsch, dass sie ihr journalistisches Engagement auch künftig auf die Geschehnisse und Menschen in Hessen richtet und den Facettenreichtum des Landes einer breiten Öffentlichkeit näherbringt.

    Belobigung

    Die Wasserkünste im Bergpark Wilhelmshöhe

    Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 31.07.2009

    Thomas Siemon: Für ihren Beitrag „Die Wasserkünste im Bergpark Wilhelmshöhe“ erhält der Autor großes Lob und die Anerkennung der Jury des Hessischen Journalistenpreises 2010. Mit der Belobigung verbindet sich der Wunsch, dass Thomas Siemon sein journalistisches Engagement auch künftig auf die Geschehnisse und Menschen in Hessen richtet und den Facettenreichtum des Landes einer breiten Öffentlichkeit näherbringt.

    Ehrenpreis für das bisherige Lebenswerk

    Frank Lehmann

    Wirtschaftsjournalist und Börsenexperte

    Im Rahmen des Hessischen Journalistenpreises 2010 ehrt die Sparda-Bank Hessen zusammen mit dem DJV Landesverband Hessen Frank Lehmann für seine bisherigen Verdienste um einen verantwortungsvollen Journalismus.

    Bereits in der „Hessenschau“ bewies Frank Lehmann, dass journalistische Qualität und reflektierte Nähe zur Bevölkerung sich keinesfalls ausschließen. Als Leiter der Wirtschaftsredaktion des hr-Fernsehens gelang es ihm, komplexe Sachverhalte immer wieder verständlich und beurteilbar zu machen. Und auch bundesweit war sein kritisches Urteil als Berichterstatter aus der Frankfurter Börse für die Tagesschau stets geschätzt und gefragt. Denn wie kaum einem Zweiten gelang es ihm, mit Witz und Ironie die Tiefen und Untiefen der internationalen Finanzwirtschaft zu erläutern.

  • 2009: „Hessische Verhältnisse“ +

    2009: „Hessische Verhältnisse“

    1. Preis

    Der Gewinner

    taz Berlin, 17.01.2009

    Georg Löwisch: Auf einen ebenso originellen wie produktiven Einstieg lässt Georg Löwisch ein hochpräzises und zugleich inhaltsreiches Porträt des SPD-Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel folgen. Der vollständige Verzicht auf Klischees und oberflächliche Wertungen hebt diesen Beitrag aus der Fülle an Berichten über den hessischen Politiker auf besondere Weise hervor.

    2. Preis

    Hessisches Staatstheater

    Frankfurter Rundschau, 08.11.2008

    Joachim Wille: Die „Hessischen Verhältnisse“ anhand des November-Spielplans 2008 der Theaterbühne in Wiesbaden zu beschreiben, erweist sich im Beitrag von Joachim Wille als genial-weittragende Idee. Die aufgeführten Polit-Stücke werden mit viel Wortwitz und scharfer Beobachtungsgabe so treffend und kenntnisreich auf den Punkt gebracht, dass sich beim Leser Vergnügen und Entrüstung über den Hessischen Wahlkampf wunderbar ergänzen.

    3. Preis

    Hessische Verhältnisse

    zwei Artikelserien erschienen in Frankfurter Rundschau, Mai 2008 – März 2009

    Matthias Thieme: Die Beiträge über „Die Situation von Minderjährigen in der hessischen Unterkunft für Flüchtlinge am Frankfurter Flughafen“ und „Die geschäftlichen Verstrickungen des Hessischen Ministers Volker Hoff“ zeichnen sich in hohem Maße durch aufwendige und hartnäckige Recherchen aus. Sprachgewandt und klar verständlich aufbereitet, bilden sie zwei herausragende Beispiele für einen investigativen Journalismus, der für unsere Gesellschaft unverzichtbar ist.

    Preis Hörfunk

    Das Match um die Macht

    Hessischer Rundfunk, 11.03.2009

    Dirk Wagner: In einer zündenden radophonen Idee verbindet Dirk Wagner in besonderer Weise Hörvergnügen und Information. Die hessische Politik wird dabei nicht veralbert, sondern vor dem Hintergrund einer eindeutigen aktuellen Situation um ein akustisches Kabarett erweitert, das sie selbst zu verantworten hat.

    Preis Fernsehen

    Hessische Verhältnisse

    ARD-Wahlsendung zur Landtagswahl, 09./18.01.2009

    Philipp Engel: Philipp Engel bringt in seinem Bericht die Hessischen Verhältnisse visuell auf den Punkt. In souveränem Umgang mit den Möglichkeiten der Fernseh-Ästhetik und verblüffenden Beispielen eines treffenden Bildwitzes zeichnet er die Gedanken und Gefühle der Wählerinnen und Wähler nach, für die der Wahlkampf 2008/2009 zu einer regelrechten Achterbahnfahrt wurde.

    Belobigung

    Wahlkampf-Fazit

    HR info, 26.01.2009

    Stefan Bücheler: Die Tristesse des hessischen Winter-Wahlkampfs 2008/2009 bringt Stefan Bücheler in seinem Beitrag in einer schön arrangierten Abfolge von O-Ton und Bericht auf den Punkt.

    Belobigung

    Stiller Boykott

    ARD/SWR, 18.08.2008

    Gottlob Schober: Gottlob Schober bringt das weit verbreitete Unbehagen an den ständig betriebenen Gesundheitsreformen auf erschütternde Weise zur Anschauung. Das Fazit der Jury: So dürfte politisches Fernsehen öfter aussehen.

    Belobigung

    Datensammler

    c´t-Magazin Praxistest HR, 02.08.2008

    Franco Foraci und Frank Oliver Weinert: Dass Bürger derart leichtsinnig mit ihren persönlichen Daten umgehen, hätte wohl kaum einer gedacht. Der Beitrag von Franco Foraci und Frank Oliver Weinert erinnert in atemberaubender Weise an die Möglichkeiten eines aufklärerischen TV-Journalismus.

  • 2008: „Tourismusland Hessen“ +

    2008: „Tourismusland Hessen“

    1. Preis

    Vom Mähren und Mehren

    HNA, 26.01.2008

    Jörg Stephan Carl: In seinem Essay „Vom Mähren und Mehren“ setzt der Preisträger mit viel Wortwitz und scharfer Beobachtungsgabe das Land, seine Geschichte und die charakteristischen Eigenheiten der Hessen in Szene. Das Ergebnis ist eine ebenso unterhaltsame wie informative Abhandlung über regionale Vorteile und Vorurteile, die das Bild eines vielfältigen, attraktiven Lebensraumes prägt.

    2. Preis

    Das ist Freiheit

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.08.2008

    Jan Grossarth: Dem Preisträger gelingt es, in seiner Synopse zweier Frankfurter Campingplätze den Tourismus in Hessen aus einer völlig neuartigen Perspektive zu beleuchten. Sprachgewandt, ironisch und zugleich hoch informativ schildert er die konträren Kulturen der beiden Plätze und vermittelt dadurch Einheimischen und Auswärtigen die unverwechselbare Identität der Region.

    3. Preis

    Schaurig ist das falsche Wort

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.08.2008

    Thomas Klein: Der Bericht über den Nationalpark Kellerwald-Edersee dokumentiert einfühlsam und sachverständig, welche unterschiedlichen Assoziationen, Emotionen und Meinungen die dichte Waldlandschaft bei ihren Besuchern weckt – und greift damit einen signifikanten Aspekt der Kultur- und Reiseregion Hessens auf.

    Preis Hörfunk

    Die große Apfelweinshow

    hr4 und hr-info, 05./06./08.08.2008

    Tobias Lübben: In insgesamt drei Beiträgen gestaltet der Preisträger stilsicher und medienaffin seinen Kommentar über eine landesweite Marketing-Kampagne zum hessischen Traditionsgetränk. Dabei gelingt es ihm, die Schwächen der Kampagne unterhaltsam und gekonnt formuliert auf den Punkt zu bringen und zugleich die Bedeutung der regionalen Spezialität zu dokumentieren.

    Preis Fernsehen

    Das Klostercafé

    Hessischer Rundfunk, 25.07.2008

    Barbara Petermann: In ihrer Berichterstattung kombiniert die Preisträgerin ein atmosphärisches Porträt des barocken Klostergartens in Seligenstadt mit der eindringlichen Schilderung eines lokalen Sozialprojekts: Sensibel und lebensnah begleitet sie Menschen mit Behinderungen, die im Klostercafé die Chance erhalten, ihre beruflichen Fähigkeiten zu entfalten.

  • 2007: „Hessische Persönlichkeiten“ +

    2007: „Hessische Persönlichkeiten“

    1. Preis

    Wolf Schmidt, Ernst May, Johann Christian Senckenberg

    Hessischer Rundfunk, 2007

    Yvonne Koch: Kabarettist Wolf Schmidt, Römerstadt-Architekt Ernst May und Naturforscher Johann Christian Senckenberg – durch den stilsicheren und vielfältigen Einsatz radioaffiner Mittel lässt die Preisträgerin in ihren Hörfunkbeiträgen drei bedeutsame Persönlichkeiten der hessischen Geschichte lebendig werden. Drei Menschen, deren Leistungen auch heute noch in besonderem Maße die Identität des Landes Hessen und seiner Bewohner prägen.

    2. Preis

    Margarete Mitscherlich wird 90

    Hessischer Rundfunk („Hessenjournal“), 17.07.2007

    Gabriele Bock: Innerhalb kurzer TV-Sendezeit zeichnet Gabriele Bock das beeindruckende Lebenswerk der Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich nach, die durch ihre engagierte Arbeit maßgeblich zum Aufbau und Renommee des Frankfurter Sigmund-Freud-Instituts beigetragen hat – und noch beiträgt.

    3. Preis

    Gemüse, gefälschte Pässe und Zyankali

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.12.2006

    Caren Birgit Langer: „Eine dunkle, kalte Nacht Anfang Februar 1943. Es klingelt an der Haustür von Margarete und Fritz Karl in Bockenheim. Draußen steht ein fremder junger Mann. ,Herr Doktor, ich bin der Verlobte von Fräulein Müller, mein Name ist Eisenstädt. Bitte nehmen Sie mich in Ihr Haus auf.´ ...“ – In ihrem Artikel macht die Autorin auf das selbstlose Handeln einer hessischen Familie im dritten Reich aufmerksam. Eindringlich, lebensnah und zugleich sensibel schildert sie den mutigen Einsatz des Ehepaares für verfolgte Juden und stellt die Ereignisse gekonnt in den gegenwärtigen Kontext.